Ich habe keine Angst!

Paris. Nizza. Würzburg. München. Beirut. Damaskus. Baghdad. Kabul. Vor einiger Zeit waren all diese Namen nur Städte, heute sind sie der Inbegriff von Angst und Terror geworden.

In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Ja, es gibt viele Gründe sich vor der Welt zu fürchten. Ja, unsere Welt ist ein kaputter Ort. Ja, das sollte nicht so sein und ja, auch ich finde es unfassbar schrecklich, wie es momentan zugeht.

Täglich sind die Nachrichten gefüllt von Terrormeldungen. Oft wird derart viel berichtet, dass andere Tagesthemen nahezu untergehen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einen Autounfall zu haben immer noch größer, als Opfer eines Terroraktes zu werden. Beides will ich nicht erleben und beides will ich dass niemand anderem passiert.

Ich will nicht in Angst leben.
Ich streite nicht ab, dass unser Planet und seine Bewohner ziemlich verkehrt sind. Dennoch will ich nicht mit ständiger Angst durchs Leben gehen. Ich habe keine Lust mich in meiner kleinen Wohnung einzubunkern und ständig zu hoffen, dass mir nichts passiert. Das ist nicht die Welt in der ich sein will, DAS IST NICHT MEINE WELT!

Mir ist durchaus bewusst, dass man sich als Einzelperson wohl kaum schützen kann. Das bereitet auch mir Magenkrämpfe. Aber was bringt es mir, wenn ich deshalb nur noch mit geducktem Kopf durch die Straßen spaziere? Mache ich mich damit nicht nur noch verletzlicher? Vielleicht. Ignorieren kann ich meine Angst trotzdem nicht – aber ich kann daraus lernen.

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Goethe)

Viele Leute glauben, Optimismus wird einem in die Wiege gelegt. Ich bin der Meinung, man kann alles lernen – auch positives Denken. So auswegslos und schlimm eine Situation im Moment erscheinen mag, man kann mit dem richtigen Willen alles Negative ins Positive lenken.

Aus der Angst lernen.
Wie wäre es denn, wenn wir uns alle mal unserer Angst stellen? Die meisten Menschen haben Angst vor dem Fremden. Das ist vielleicht bis zu einem gewissen Grad menschlich. Wendet sich Angst allerdings in Hass um, so wird es gefährlich.

Wie wäre es denn, wenn jeder, der meint alle Muslime in den örtlichen Flüchtlingsheimen wären Islamisten, sich einfach nur für eine Stunde auf einen Kaffee zu den Bewohnern dort setzen würde und sich etwas über die Grundwerte deren Religion erklären ließe? Man würde wohl schnell bemerken, dass doch im Grunde alle Religionen dieser Welt auf dem gleichen Gedanken aufgebaut sind: Sich gegenseitig zu stärken und zu akzeptieren.

Wie wäre es denn, wenn man einfach mit einer Person in der Straßenbahn, die einem etwas seltsam vorkommt, eine Unterhaltung anfangen würde? Man würde wohl ebenso schnell bemerken, dass jeder Mensch eine eigene Geschichte hat und auf seine Weise interessant und besonders ist.

Es gibt viele Beispiele, wie man sich den Alltag selbst erleichtern und die Welt damit ein Stück weit besser machen kann. Hören wir doch auf in Angst zu leben und fokussieren wir uns auf das Schöne. Das Leben ist so viel lebenswerter, wenn man sein dunkles Kämmerlein verlässt und sich auf die sonnige Straße stellt.

Ich will keine Angst haben. Also habe ich keine.

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